Zielgruppen in den Kopf schauen

//Zielgruppen in den Kopf schauen
Zielgruppen

Mehrere Zielgruppen haben die meisten Unternehmen. Doch was ist, wenn diese weit auseinanderliegen? Dann kommt es darauf an, die Content-Strategie jeweils anzupassen. Und dafür ist eine Analyse der Zielgruppen nötig.  ( Bild: © Voyagerix / Fotolia )

Auf einen Blick:

  • Die Zielgruppenanalyse umfasst mehr als Eckdaten
  • Sie sollte auch auf die Gedanken- und Lebenswelt der Wunsch-Kunden gerichtet sein
  • Wichtig sind auch das Informationsverhalten und die genutzten sozialen Netzwerke
  • Buyer Personas und Sinus-Millieus sind zwei von vielen Instrumenten zur Analyse von Zielgruppen

Liegen Zielgruppen für ein einzelnes Angebot sehr weit auseinander, müssen die Personenkreise auf unterschiedlichen Kanälen und in einer jeweils passenden Aufbereitung werblich angetriggert werden. Der erste Schritt besteht darin, jeden Personenkreis für sich gründlich zu durchleuchten. Dazu gibt es Hilfen wie „Buyer Persona“ oder die Sinus-Millieus. Bei beiden Instrumenten geht es auch um Werthaltungen.

Auf was die Analyse der Zielgruppen gerichtet sein sollte

Zusätzlich zu den typischen Eckdaten wie Alter, Geschlecht, Beruf usw. ist es wichtig, den Blick auch auf die Gedankenwelt der Mitglieder der Zielgruppe gerichtet sein. Beispiele für Fragen sind:

  1. Mit welchen Themen befassen sich die Zielpersonen – beruflich und privat?
  2. Was ist angesagt und was kommt weniger gut an?
  3. Welche Wünsche und Bedürfnisse haben die potenziellen Kunden?
  4. Was sind Probleme, Ängste und Befürchtungen?
  5. Welche Schnittstelle besteht zwischen dem Angebot des Unternehmens und dem Bedarf bzw. Ausgangsproblem der Zielgruppe?
  6. Welche Medien, Netzwerke und Kommunikationskanäle nutzt die Zielgruppe?
  7. Welche Daten sind erforderlich, um den gewünschten Personenkreis optimal anzusprechen?
Buyer Personas sind idealtypische Vertreter von Zielgruppen

Eine Zielgruppenanalyse kann unterschiedlich komplex und aufwändig sein. Es gibt Hilfsmittel wie zum Beispiel „Buyer Personas“ Dabei handelt es sich um idealtypische Beschreibungen von Käufertypen. Sie entstehen durch die Beantwortung von Fragen aus einem Interview-Leitfaden. Für ein möglichst realistisches Bild sollte dies durch gemischtes Team von Mitarbeitern aus Marketing, Vertrieb und Kundenbetreuung geschehen.

Die Sinus Millieus beleuchten Gruppen in Gesellschaften

Ein anderes Instrument sind die „Sinus Milieus“. Hierbei handelt es sich um ein Modell, nach dem eine Gesellschaft in Menschen nach Lebensstilen und Werthaltungen aufgeschlüsselt werden. Sie liefern ein Abbild der soziokulturellen Vielfalt unterschiedlicher Gesellschaften. Die Sinus Millieus werden regelmäßig aktualisiert und auch in Form von Auftragsarbeiten erstellt.