Testimonials – andere gut über sich reden lassen

//Testimonials – andere gut über sich reden lassen
Testimonials

Testimonials, also Aussagen zufriedener Kunden, finden sich auf vielen Websites. Doch nur einige davon sind glaubwürdig und überzeugend. Sie erfahren, wie Sie an positive Bewertungen kommen und was Sie noch tun können, um andere gut über sich reden zu lassen. ( Bild: © vectorfusionart / Fotolia )

Auf einen Blick:
  • Aussagen anderer sind glaubwürdiger als „Eigenlob“
  • Die Quelle von Kundenstatements muss nachvollziehbar sein
  • Holen Sie sich das schriftliche Einverständnis, dass Sie die Äußerung veröffentlichen dürfen
  • Halten Sie Ihre Testimonials aktuell
  • Portale wie Ekomi und proven experts sind eine weitere Möglichkeit, an positive Bewertungen zu kommen
  • Anwender-Interviews und Referenzprojekt-Skizzen eignen sich auch für die Pressearbeit

Psychologisch ist es erwiesen, dass Fremdaussagen meistens als glaubwürdiger eingeschätzt werden als Eigenlob. Doch manche Firmen veröffentlichen Zitate von Kunden wie „Herr M. aus B.“, der sich in glühender Begeisterung über ein Angebot äußert. Da niemand nachvollziehen kann, ob es diesen Herrn M. tatsächlich gibt, sorgt ein solches Testimonal für Misstrauen. Es gibt bessere Wege als das Verfassen von Fake-Lob.

Veröffentlichung von Testimonials nur nach schriftlicher Zustimmung

Schreibt Ihnen ein Kunde eine Mail, in der er seine Zufriedenheit äußert, ist das noch keine Zustimmung in eine Veröffentlichung. Auch ein mündliches Lob dürfen Sie nicht einfach in Textform auf Ihrer Website hochladen. Bitten Sie um eine schriftliche Bestätigung, dass Sie die Aussage mit Angabe seines Namens, möglichst der Herkunftsfirma sowie seiner Position veröffentlichen dürfen. Eine anonyme Variante nützt Ihnen nichts, denn dann haben Sie nur einen weiteren Herrn M. aus B. Wenn also ein Auftraggeber Sie in einem Telefonat lobt oder Ihnen eine freundliche Dankes-E-Mail schreibt, fragen Sie ihn direkt, ob Sie das Statement als Testimonial nutzen dürfen. Mehr als „Nein“ sagen kann er nicht.

Achtung, Falle! Testimonials von gestern

Interessiert sich ein potenzieller Kunde für Ihr Unternehmen, informiert er sich zunächst auf der Website. Je nachdem, um welche Art von Auftrag es geht, kann es passieren, dass er mit jemand Kontakt aufnimmt, dessen Testimonial Sie veröffentlicht haben. Erreicht er die Person nicht, weil sie nicht mehr in dem bei Ihnen angegebenen Unternehmen ist, gelten Sie als unglaubwürdig. Das Statement landet gedanklich in der Schublade „Fake“.

Sehr riskant ist es, Statements von ehemaligen Kunden auf der Website zu belassen, mit denen Sie im Unfrieden auseinandergegangen sind. Wird derjenige kontaktiert, bekommen Sie erstens Ärger wegen der Beibehaltung der Veröffentlichung, zweitens wird er sich negativ über Sie äußern. Achten Sie also darauf, dass ihre Testimonials immer aktuell sind.

Nutzen Sie seriöse Bewertungs-Portale für Ihren guten Ruf

Um echte Google-Sterne und positive Feedback zu bekommen, können Sie sich bei Portalen wie provenexperts oder ekomi anmelden. Bei provenexperts haben Sie die Möglichkeit, mit gezielten Einladungen Kunden-Feedbacks einzuholen, ein Tool für Google-Sterne zu nutzen und Bewertungen aus dem Web zusammenzutragen. Diese können Sie in Ihre Website einbinden und zum Beispiel auch ein Qualitätssiegel nutzen.

ekomi funktioniert so:  Sie aktivieren einen Code zum Sammeln von Anbieter- und Produktbewertungen ein. Erfolgt eine Kundenbewertung, wird diese ins eKomi System übertragen und vom Feedbackmanagement-Team z. B. in Hinsicht auf unerlaubte Bestandteile überprüft. Die Feedbacks werden online veröffentlicht und an alle großen Suchmaschinen übermittelt. Wenn Sie möchten, erscheinen die Bewertungen direkt bei Ihnen auf der Website.

Klotzen statt kleckern: Nutzen Sie die Presse für Ihren guten Ruf!

Das Verfassen von Anwender-Berichten und Kunden-Interviews über Ihre Leistungen ist ein indirekter Weg des Lobs durch andere. Dadurch, dass ein Kunde sachlich-informativ beschreibt, wie gut Ihr Angebot bei ihm funktioniert und welche Schritte nötig waren, um Ihre Lösung umzusetzen, wird der Beitrag auch für die Fachmedien interessant. Deren Leser schließen aus dem Bericht, dass Sie eine hochwertige Leistung erbringen.

Wenn Sie diesen aufwändigen und sehr wirkungsvollen Weg gehen möchten, sprechen Sie zufriedene Nutzer Ihrer Technologie an. Schlagen Sie ihnen vor, zusammen eine technische Fallstudie zu erstellen und Fachmedien zur Veröffentlichung anzubieten. Ein anderes Format sind Projektskizzen, die ebenfalls gemeinsam mit einem Auftraggeber erstellt werden. Sie dienen zur Veröffentlichung auf der Website und werden z. B. Angeboten beigefügt.