Mehrere Kommunikationskanäle nutzen

//Mehrere Kommunikationskanäle nutzen
Kommunikatonskanäle

Werden mehrere Kommunikationskanäle für eine Botschaft genutzt, steigt die Erinnerungsquote beim Empfänger. Technische Inhalte werden oft ausschließlich in einer einzigen Form vermittelt – entweder Text oder gesprochenes Wort. Durch das Kombinieren von Kommunikationsformaten kann das Gegenüber die Informationen besser verarbeiten. (Bild: © denisismagilov / Fotolia)

Kommunikationskanäle – unterschiedliche Medien einsetzen

Wenn Sie jemanden etwas erklären (zum Beispiel die Funktionsweise Ihrer Innovation), ergänzen Sie Ihre mündlichen Darlegungen durch andere Medien. Ein häufiger Fehler besteht darin, das Gegenüber oder Publikum gleichzeitig über Augen und Ohren mit Informationen zu befeuern. Zeigen Sie zunächst ein Abbildung oder Präsentationsfolie und lassen Sie Sie diese kurz wirken. Dann erklären Sie genau, was zu sehen ist. Rattern Sie sofort los, hört Ihnen niemand zu. Das Gleiche gilt, wenn Sie Texte austeilen, die die Anwesenden lesen sollen. Halten Sie ein paar Minuten den Mund, damit jeder die schriftlichen Ausführungen aufnehmen kann. Dann erst reden Sie weiter.

Kommunikationskanäle – die Sinne ansprechen

Eine andere Technik besteht darin, durch die Aufbereitung der Botschaft (z. B. Erläuterung einer technischen Funktion) verschiedene Sinne anzusprechen. Denn die meisten Menschen haben einen bevorzugten Sinneskanal, auf dem sie Informationen am besten verarbeiten können. Psychologen unterscheiden visuelle, auditive und kinästhetische Typen, wobei die Zahl der visuell orientierten Personen vermutlich überwiegt.

Die Wissenschaftler empfehlen, die Informationen angepasst an unterschiedliche Sinneskanäle aufzubereiten – etwa visuell durch bildhafte Darstellung oder auditiv in Form des gesprochenen Wortes. Das Konzept der Sinneskanäle und der damit verbundenen Lerntypen wird u. a. in der nicht ganz unumstrittenen „neurolinguistischen Programmierung“ eingesetzt – aller­dings je nach Anwender auch in manipulati­ver Absicht.

Sie können hören, welcher „Sinnestyp“ Ihnen gegenüber sitzt

Um den bevorzugten Sinneskanal eines Gesprächspartners zu ermitteln, empfehlen NLP-Experten, genau auf seine Äußerungen zu achten. Ein visueller Typ verwende Formulierungen wie „Das sieht gut aus!“, „Ich dachte, ich sehe nicht richtig“ und andere. Der auditive spreche von „das klingt super!“ oder „Das ist Musik in meinen Ohren“. Der kinästhetische verwende Ausdrücke wie „Das fühlt sich gut an“ bzw. „Das brennt mir auf der Seele“. Geht es um die Informationsübermittlung an mehrere oder viele Personen, ist folglich ein sprachlich-darstellerischer Stilmix am besten, um alle zu erreichen.

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