Hulk-Chefs fehlt die Überzeugungskraft

//Hulk-Chefs fehlt die Überzeugungskraft
Überzeugungskraft

Wie ist es um die Überzeugungskraft von grünen Muskelmännern im Beruf bestellt? Solche Chefs knüppeln Widerstand nieder. Sind Sie auch einer? Es gibt bessere Wege. Die richtigen Worte sind gefragt. Das ist echte Überzeugungskraft. Sie kommt aus dem stärksten menschlichen Muskel: dem Gehirn. (Bild: © snaptitude / Fotolia)

Auf einen Blick:

  • Wenn es im Betrieb Widerstand gegen Ihre Ideen gibt, hilft geschickte Kommunikation
  • Überlegen Sie, welche (versteckten) Gründe jemand gegen Ihr Projekt haben könnte
  • Bleiben Sie auf der Sachebene, auch wenn jemand Sie unangemessen kritisiert
  • Prüfen Sie: Ist ein Gegenargument ein Einwand oder ein Vorwand?

Sie wollen im Betrieb Neues einführen. Deshalb steht ein Change-Prozess an. Doch die Belegschaft mauert: „Das brauchen wir nicht“ heißt es. Oder: „So ein Quatsch!“. Auch oft: „Es läuft doch!“ Sie wollen am liebsten auf den Tisch hauen? Dabei ist Widerstand ein gutes Zeichen, und zwar deshalb: Menschen denken über Ihre Idee nach. Also können Sie das Blatt mit geschickter Kommunikation wenden.

Mehr Überzeugungskraft: Gründe für Gegenwind ermitteln

Was Sie zuerst wissen müssen: Warum bekommen Sie Gegenwind? Vielleicht ist ein Kollege sauer, weil es Ihr Einfall war und nicht seiner. Geht es um eine neue Technik? Manche haben Angst davor. Denn keiner steht gern als dumm da. Auch das ist möglich: Ihr Vorhaben steht in Konkurrenz zu anderen Plänen. Wenn Ihre Idee verwirklicht wird, folgt daraus, dass andere Projekte hinten an gestellt werden.

Da Sie keine Gedanken lesen können, müssen Sie kommunizieren. Deshalb sprechen Sie mit den Quertreibern. In Ruhe und einzeln. Zeigen Sie zunächst Verständnis. Dann schildern Sie Ihre Wahrnehmung. Ein häufiger Fehler: Personen deuten die Reaktionen anderer. Tun Sie das, wecken Sie Widerspruch.

Falsch:

Sie: „Sie haben etwas gegen meinen Vorschlag. Das sehe ich genau.“
Er: „Stimmt nicht. Was fällt Ihnen ein?“ Und schon ist der Streit im Gange.

Richtig:

Sie: „Sie haben bei meinem Vorschlag den Kopf geschüttelt. Deshalb möchte ich mit Ihnen reden. Was denken Sie über die Idee?“
Er: „Hm. Ich weiß nicht, ob Ihr Weg gut ist. Weil …“

Hören Sie gut zu. Finden Sie heraus, was der andere will. Oft sind es ernste Bedenken. Die sollten Sie bei der weiteren Planung berücksichtigen. Doch manchmal schieben Leute Gründe vor. Sie liefern faule Ausreden. Vorwände können Sie durch eine Frage entlarven:

Er: „Ich will das nicht, weil meine Arbeit durch die neue Technik total öde wird.“
Sie: „Und wenn Ihr Job so spannend bleibt wie jetzt? Sind Sie dann für die Neuerung?“

War es ein Vorwand, wird er nun nach weiteren Gründen für sein „Nein“ suchen. Stimmt er zu? Folglich war es keine Ausrede. Seine Ängste können Sie aus dem Weg räumen. Sie wollen Ihre Überzeugungskraft noch mehr stärken? Machen Sie eine REFA-Weiterbildung. Denn zu den Lehrinhalten gehört die geschickte Kommunikation.(Birgit Lutzer)

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